Am 8. März 2026 standen in Aßling der Bürgermeister und die Gemeinderäte zur Wahl, im Landkreis Landrat und Kreisräte.
Im Landkreis Ebersberg hatte sich Amtsinhaber Robert Niedergesäß seinen Herausforderern gestellt (und gewonnen), in Aßling waren zwei Kandidaten angetreten, um Bürgermeister Hans Fent nachzufolgen. Hans Fent trat nach zwei Amtsperioden nicht wieder an.
Lange Zeit sah es in Aßling so aus, als ob Sebastian Brilmayer von der CSU als einziger Kandidat zur Wahl stünde. Dann trat im November 2025 Hubert Möllmann zusätzlich auf die Bühne. Er hatte sich der Unterstützung der Ortsverbände von SPD und Grünen versichert. Die anderen Parteien und Gruppierungen beschränken sich darauf, Kandidaten für den Gemeinderat aufzustellen.
Heute, am 9. März, steht der Gewinner fest. Sabstian Brilmayer, seit zwölf Jahren im Gemeinderat und zuletzt auch 3. Bürgermeister in Aßling, hat das Rennen gemacht. Mit mehr als einem Drittel der abgegebenen Stimmen erzielte Hubert Möllmann ein respektables Ergebnis. Wie Hans Fent vor zwölf Jahren wurde Hubert Möllmann von SDP und Grünen unterstützt. Für Hans Fent war damals aber auch Martin Esterl, der legendäre Ex-Bürgermeister von Glonn, mit in den Ring gestiegen. Hubert Möllmann dagegen war weitgehend auf sich selbst angewiesen.
Beschaulicher Wahlkampf
Womöglich lieferten sich Bewerber um das Amt des Bürgermeisters andernorts so etwas wie einen Wahlkampf. In Aßling verlief der Wettbewerb eher beschaulich, fast harmonisch. Beide Kandidaten stellten sich auf jeweils frisch gestarteten Internet-Seiten vor, welche lediglich durch die Ähnlichkeit von Aufbau und Struktur überraschten, weniger durch ihre Inhalte. Wodurch wollten sie sich auch groß unterscheiden? So groß das Potenzial von Aßling auch ist – siehe den Artikel über Aßling – so groß und vielfältig sind auch die Aufgaben, die in Zukunft gelöst sein wollen. Hubert Möllmann formuliert seine Gedanken eher kurz und konkret, Sebastian Brilmayer macht mehr Worte.
Auch die politischen Parteien agierten eher zurückhaltend. Während die Grünen sofort, nachdem sie Hubert Möllmann gemeinsam mit der SPD als Kandidaten aufs Schild gehoben hatten, darüber auf ihrer Homepage informiert haben, hilt sich die SPD zunächst vornehm zurück. Ihre Homepage ließ selbst noch am 26. Januar, dem Tag, an dem sich Hubert Möllmann den Wählern im Gemeindesaal präsentierte, jeden Hinweis auf Wahl und Kandidaten vermissen. Ähnlich verhielt es sich mit der Homepage des Aßlinger CSU-Ortsverbands. Diese dient offensichtlich in erster Linie als Schaufenster für die Gesamtpartei. Wer derzeit für die CSU in Aßling aktiv ist, in Gemeinde- und Kreisrat sitzt, ließ sich nachlesen. Wen die Partei in diesem Jahr als Kandidaten für das Bürgermeisteramt und für den Gemeinnderat ins Rennen geschickt hat, nicht. Selbst ein Hinweis auf die Kommunalwahlen am 8. März fehlte.