Kompromiss-Lösung zur „Bürgertrasse“

Josef Schwäbl präsentiert Variante
BLAU V2

Wieder ist es Josef Schwäbl, der Bürgermeister der vom BNZ-Neubau am wenigsten betroffenen Gemeinde, der eine Variante vorstellt, welche die unvereinbar scheinenden Positionen der Gegner der „Bürgertrasse“ und derer von LIMONE befrieden könnte. BLAU V2 beruht auf dem Entwurf DUNKELBLAU, den Schwäbl der Bahn bereits im Februar 2022 ergänzend zu seinem Entwurf BLAU vorgestellt hatte. Seine erste Version BLAU wurde schließlich von der Bahn mit Elementen von GRÜN, eingebracht von Andreas Brandmaier aus Niclasreuth, zur Variante TÜRKIS verschmolzen, der sogenannten „Bürgertrasse“.

Aus der ersten Version DUNKELBLAU entwickelte Schwäbl BLAU V2. Diese verbindet den nördlichen, viergleisigen Teil der Trasse TÜRKIS mit dem südlichen, zweigleisigen der Variante ROT ab dem Gewerbegebiet „Am Ölfeld“ bei Aßling. Die Verbindung zwischen den beiden ist im Plan zu BLAU V2 blau eingezeichnet.

Der Plan sieht vor, dass der Nahverkehr ab Gafing auf dem östlichen der vier Gleispaare und am Ende auf der Bestands-Strecke abgewickelt wird. Das zweite, westliche Gleispaar schwenkt auf Höhe Eisendorf/Henneleiten nach Westen, überquert den Angergraben und führt in einem Graben zum Gewerbegebiet. Dieses wird untertunnelt ebenso wie der Schlossberg weiter im Süden. Ab der Brücke über den Talgrund des Schwartlinggrabens beim Anwesen Tegernau ist die Trasse durch ROT in etwa vorgegeben.

BLAU V2 verspricht viele Vorteile

  • Der erste Trassenteil verläuft analog zu TÜRKIS nahe am Bestand
  • Das FFH-Gebiet bleibt unberührt
  • Die Trasse liegt weitgehend im Wald. Sie ist kaum zu sehen.
  • Die Lärmbelastung ist minimal
  • Es werden kaum landwirtschaftliche Nutzflächen verbraucht
  • Niclasreuth bleibt unversehrt

Streckenführung und Vorteile von BLAU V2 finden Anklang in der Politik. Die Bürgerintitativen wünschen, dass sie von der Bahn auf Machbarkeit geprüft und optimiert wird.